blue edition

Und nun Linux Mint auch hier!

Meine Erfahrungen mit Linux Mint 17 Mate sind so gut, dass ich es riskiert habe, Linux Mint auch auf meinem Haupt-Netbook auszuprobieren. Riskiert insofern, als mein AO756 ja mit einer SSD ausgestattet ist. Dafür musste ich im Plattenpflege-Programm Samsung Magician das Overprovisioning stoppen und freigeben, damit Linux seine Partitionen anlegen kann.

Zum Glück hat mein AO756 ja noch ein traditionelles Insyde-Bios und kein Uefi, sodass das Booten von der Installations-CD mit dem integrierten Bootmanager problemlos vonstatten geht. Und die Installation neben Win 8 auch! Nur der WLAN-Treiber muss nach der Installation nachgerüstet werden (bei manchen anderen PCs auch der Grafiktreiber).

Nach dem Booten öffnet sich das Grub-Menü und fragt, ob Linux oder Windows gestartet werden soll. Linux Mint 17 Mate läuft auf meinem AO756 mit der SSD und dem 8GB-Arbeitsspeicher flott und klaglos. Den Cinnamon-Desktop werde ich trotz seiner grafischen Spielereien nicht installieren, sondern wie bei meinem alten [Medion E1210] bei Mate bleiben, das viele Personalisierungen zulässt, die man gar nicht alle ausreizen kann/muss. Außerdem ist die Ähnlichkeit zum Windows-Desktop für Umsteiger sehr vorteilhaft. Ubuntu kommt fremder daher und braucht halt etwas mehr Umgewöhnung.

Zum Schluss kam noch Evolution als eMail-, Kalender- und Adressbuchprogramm (statt Thunderbird, das nicht mit CalDav syncst) und Softmaker Office 2012 statt Libre-Office drauf, weil Softmaker die weitaus besseren Filter für Microsoft (und Libre-Office) hat und als einziges auf allen Betriebssystemen läuft, inkl. Android!

Wenn ich mir nun den Vergleich angucke zwischen meinem Win 8.1 und Linux Mint 17 Mate, dann kommt mir Windows mit den vielen gesammelten Zusatzprogrämmchen und Apps für alle möglichen Datenträger- und Netzoperationen doch äußerst überladen vor – im Unterschied zum aufgeräumten Linux Mint, das fast alles genauso gut kann. Achja: Und auf meine Win-Datenpartition greift Linux anstandslos zu (auf externe Datenträger sowieso), auch wenn sie mit NTFS formatiert sind. Da hat Linux in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht.

„Fast alles genauso gut“: Online-Banking geht nicht. Ich habe für ein paar Euronen „Money-Penny“ bei der Fachhochschule Westfalen-Süd in Iserlohn gekauft. Aber es klappt auch nicht. Nach vielem Herumprobieren: Der Reiner-Cyberjack-Kartenleser kann unter Linux nicht mit Volksbank-/Raiffeisenkonten umgehen. Daher sollte man noch einen Not-Windows-PC im Hause haben (online-Banking per Smartphone würde ich niemandem empfehlen!).

[Linux Mint statt Windows!]