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Pebble adé – welcome Mi Band 5!

Vier Jahre [Pebble Time Steel]: Die Versuchung war für die Macher dieses Crowdfounding-Projekts dann doch zu groß, [an fitbit zu verkaufen]. Und nun ist fitbit von der Datenkrake Google geschluckt worden. Die Community hat noch bis jetzt mit alternativen Apps die Usability aufrecht erhalten. Ich wollte eine Uhr, die mindestens den Mail- und Message-Empfang anzeigt, und dafür war sie gut. Die Fitness-Funktionen habe ich nie benutzt. Aber mit meinem [Xiaomi Redmi Note 8 Pro] kann die Pebble nie richtig zusammenarbeiten. Die Bluetooth-Verbindung reißt ständig ab, auch nach Checken aller Einstellungen zur Hintergrund-Aktivität, Energie usw.

Mi Band 5 mit Peakally-Armband

Xiaomi stellt ja alles mögliche her, auch Fitness-Tracker. Das Mi Band 5 kostet nur 1/10 dessen, was ich damals für die Pebble ausgegeben habe… Nun: Es ist erst in zweiter Linie eine Uhr mit Message-Funktionen. Das Display ist schmal. Für die Uhrzeit immer noch ausreichend, aber Nachrichten lassen sich halt nicht zufriedenstellend lesen – allenfalls eine Mailüberschrift geht noch. Aber als Signalinstrument für eingehende Nachrichten und Anrufe durchaus geeignet.

Mi Body Composition Scale 2

Neugierig machen mich natürlich die Fitness-Funktionen, und da trumpft das Miband deutlich auf – sofern man sich klar darüber ist, dass hier kein medizinisch korrektes Tracking erfolgt, sondern höchstens Annäherungs-Trends protokolliert werden! Ich habe mir bei [notebooksbilliger.de] dazu noch die passende smarte Körperanalyse-Waage gegönnt, um mir über meine Befindlichkeitswerte klarer zu werden.

Wie sich das Tracking von Gehen, Laufen und Radfahren benimmt, werde ich sehen. Die Bluetooth-Koppelung mit dem Smartphone scheint erstmal zu klappen. Und die Koppelung mit der MiFit-App ist beständig ohne Abreißen (man kann übrigens die Sichtbarkeit für andere BT-Geräte ausschließen).

Das Mi Band „lernt“ (angeblich…)

Die MiFit-App möchte gerne das Bewegungsverhalten erkennen und „lernen“. Dazu gibt es eine große Auswahl von Aktivitäten, die man per Stoppuhr laufen lassen kann: Vom Nichtstun bis zum Zähneputzen ist alles dabei, und auch neue Kategorien lassen sich sammeln. Diese Option ist nicht das eigentliche Tracking des Mi Bandes! Das alles soll dazu dienen, dass das Miband dann von selbst Algorithmen des Bewegungsspektrums erkennt und zuordnet, z.B. die Schrittzahl beim Gehen nicht mit anderen Bewegungen verwechselt, oder den Schlaf nicht mit ruhigem Sitzen. Apropos Schlaf: Ich denke hier ist es besonders wichtig, sich nicht von einer App knechten zu lassen, aber interessant sind die Schlafphasen doch, vorausgesetzt die Aufzeichnungen sind realistisch… Immer werde ich das Miband nachts bestimmt nicht tragen.

Interessant sind auch die Gesundheits-Tipps („PAI“), die Vorschläge machen, wie man den eigenen Hintern vom Sofa hochbekommt. Aber auch hier ist die Eigenverantwortung gefragt.

Und nun das große Aber: Ich vermute, dass die Xiami-Produkte deswegen so günstig sind, weil man alles, aber auch alles, in die Xiaomi-eigene Cloud hochladen soll! Zusätzlich zu Google, die ja auch nicht gerade zimperlich sind, was die Datensammelei angeht, Facebook mit WhatsApp, deren Nutzung ich immer noch erfolgreich verweigere, und Microsoft, die wenigstens für Teams und Skype auch noch ein Konto haben wollen. Um ein Xiaomi-Konto kommt man also nicht herum, aber hochladen tue ich nichts, ebenso wie auf Google-Fit! Die Frage ist, inwieweit so ein Konto nicht von sich aus die Xiaomi-Geräte scannt… Zu Hause lästern wir zwar über den chinesischen Geheimdienst, aber Verschwörungsmythen stecken hoffentlich nicht ernsthaft dahinter…

Mit gleichzeitigem Druck auf die beiden Haltefedern lässt sich das Mi Band 5 aus der Verankerung lösen.

Insgesamt macht das Mi Band 5 einen guten und hochwertigen Eindruck. Nur das Plasticarmband ist ein Witz, aber das lässt sich ja gegen etwas Ordentliches auswechseln. Ein optisch konservatives Outfit bietet das [Peakally Armband] aus Kunstleder und Metall in das die „Uhr“ problemlos eingeclipst wird und auch bombenfest sitzt. Wichtig dabei ist die kleine Aussparung an der Rückseite, damit der Lademagnet des Mibandes auch die Kontakte schließen kann.

Ein Plus bekommt die Übersetzung des Betriebssystems des Mi Bandes 5 und der MiFit-App ins Deutsche: Sie ist ganz hervorragend gelungen! Eine Betriebsanleitung gibt es nicht, außer für die Inbetriebnahme – das „Learning by doing“ klappt aber ganz gut. Natürlich gibt es Communities, die mit Rat zur Seite stehen.

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