blue edition

Gute Wahl

Einige Monate sind nun rum, und meine Kombi aus Fritzbox 7270 und dem KD-Kabelrouter Hitron CVE 30360 tut (auch ohne Bridge-Modus) klaglos ihren Dienst. Ganz selten gibt es mal Ausfälle und die Geräte laufen nach AUS-EIN wieder an. Ein einziges Mal war das KD-Kabelnetz anscheinend off. Wichtig ist, für Notfälle ein funktionierendes Handy im Haus zu haben, da das Telefonieren im Festnetz bei Strom- oder Kabelnetzausfall nicht mehr möglich ist. Antennenverstärker im Keller, Modem und Fritzbox brauchen jeweils Netzstrom. Die zweite Telefonnummer von KD ist bei der Einfachkonfiguration mit dem KD-Kabelrouter leider deaktiviert. Erst bei Miete der fritz-Kabelbox (5 €/mtl.) ist sie nutzbar. Der Routerzwang, den auch KD praktiziert, soll ja demnächst gesetzlich verboten werden. Solange lasse ich mein „running system“ unberührt.

Aktive Kabelweiche WWW/TV im Keller

Mit dem Handwerkerservice (von einer über 100 km entfernten Firma) bin ich sehr zufrieden. Die (orientalischen) Techniker haben das Erdungskabel zur Lochplatte und zur Kabelausgangsdose neu verlegt und dafür sogar neue Kabelrohre gelegt (ohne Zusatzkosten für mich). Außerdem haben sie zum Kabelverstärker noch eine professionelle Kabelweiche eingebaut, weil an der Wohnzimmerdose gar kein Internet gebraucht wird, sondern am Ende eines schon etwas betagten, aber nach Durchmessung datenübertragungsfähigen Kabels in die 1. Etage. Alles topp! Ich brauchte nur die Enddose selbst unter Putz zu legen, und mir wurde gezeigt, wie ich sogar noch erweitern könnte (mit Versetzung des Endwiderstands).

Für die Verbindung zwischen KD-Router und fritzbox nutze ich
1. fürs Internet ein kurzes, farbiges LAN-Kabel zwischen den LAN1-Buchsen beider Geräte (nicht die WAN-Buchse nehmen!)
2. fürs Telefon habe ich mir ein ebenso kurzes Telefonkabel (muss nicht abgeschirmt sein) selbst gecrimpt, und zwar mit einem RJ45-Westernstecker für die DSL/analog-Buchse der Fritzbox, dessen Pins 3+6 zu den beiden mittleren Pins des RJ11-Westernsteckers für die Fon1-Buchse des KD-Routers geführt werden. Die übrigen Pins und Litze bleiben unbelegt. Ein einfacher Klingeldraht würde auch genügen. Da es sich hier um Wechselstrom handelt, ist die Verpolung der beiden Drähte ohne Belang. Allerdings dürfen die beiden Stecker wegen der unterschiedlichen Pinbelegung nicht vertauscht werden. (Ein 11-er passt theoretisch auch in eine 45-er Buchse.) Das erspart mir den Kabelsalat des Y-Kabels der fritzbox, bei dem in diesem Fall der graue DSL-Zweig ungenutzt herumbaumeln würde.

Verschiedene Speedtests zeigen, dass die von KD versprochenen 25.000 b/sec. tatsächlich bei mir ankommen. Das ist schon ein erheblicher Fortschritt gegenüber den bisher max. 6.000 über Telekomleitungen. Das Telefonieren über TV-Kabel funktioniert auch ohne jegliche Aussetzer, Echos o. a. Einschränkungen. Die Kinderkrankheiten der Einführungsjahre gehören also der Vergangenheit an.

Insgesamt bin ich mit der Entscheidung für TV, Internet und Telefon via Kabel Deutschland sehr zufrieden und zahle obendrein 10 €/mtl. weniger (1 Jahr lang sogar 20 €).

Nachtrag 19.10.2016:
Vodafone hat Kabel Deutschland übernommen. Die Umstellung ist abgeschlossen. Alles funktioniert wie gehabt.