blue edition

Internet-Radio

Im Zeitalter von Internet-Radio und DAB+ möchte ich meinen schon etwas betagten analogen Pioneer-Radiotuner in den Ruhestand schicken. DAB+ gibt’s in der drittgrößten Stadt Niedersachsens zwar immer noch nicht 🙁 , aber wir sind ja geografisch (und kulturell sowieso…) eine Sektor-Exklave von NRW. Der DAB-Sender steht in unmittelbarer Nachbarschaft und liefert das Bundes-Mux und alle WDR-Programme. Dennoch werde ich es nicht nutzen, denn das Radioangebot von Kabel-Vodafone finde ich besser, weil vielfältiger. Den Rest liefert dann das Internet-Radio.

Die Entscheidung ist für die [Dual IR3A] gefallen. Sie belegt den Tuner-Eingang meines [Denon]-Verstärkers. Sie kommt überraschend und angenehm klein daher:

Das Display strahlt übrigens nicht so blau wie auf dem Foto, sondern ist für die Augen erfreulich tiefschwarz. Die Sender-Logos oder Plattencover werden angezeigt (und nicht ständig durch ein Hersteller-Logo verdeckt).
Die Dual IR3A kann FM, Bluetooth, Spotify, Musik abspielen (z.B. direkt vom FritzBox Media-Server, ohne PC oder Windows) Internet-Radio und DAB+ (letzteres über die mitgelieferte Wurfantenne). Mit dem Internet verbindet sie sich nur über WLAN. Sie hat keine USB-Buchse (ist wegen Bluetooth und Mediaserver-Zugriff wohl auch entbehrlich) und kann nicht die digitalen Radioprogramme von Kabel-Vodafone wiedergeben (bzw. Vodafone will sein digitales Senderangebot nicht auf die FM-Frequenzen einspeisen). Da mir das FM-Senderangebot aber zusagt, kommt das (gut abgeschirmte!) Radio-Antennenkabel aus der Wanddose an die neue Radiostation.

Mit angestecktem Antennenadapter

Aber Achtung: Da es an dieser Seite auch eine Buchse hat, muss noch ein Adapter „Stecker/Stecker“ dazwischen. Dann klappt’s. 75 Ω scheinen kein Problem zu sein. Die Dual IR3A schluckt die eigenen Kabel-Vodafone-Frequenzen ohne zu murren. DAB+ geht dann allerdings nicht, ist ja aber auch bis auf Weiteres unattraktiv, zumindest hier.

Die Einrichtung der Dual Radiostation geht mühelos und fix, wenn man sich an die Bedienungsanleitung hält. Im Standby zeigt sie Datum und Uhrzeit an. Die Bedienung erfolgt komplett über die Fernbedienung.

Ein Bonbon ist die App von UNDOK. Sie macht das Smartphone oder Tablet zur kompletten Fernbedienung, und zwar übers WLAN. Sie braucht daher keinen „Sichtkontakt“ zur Radiostation. Am Tablet ist die Bedienung besonders angenehm, weil auch die Belegung der jeweils 15 Sendertasten und die empfangene Senderliste gelesen werden kann. An der IR3A kann man nur einzelne Zeilen für die Sender durchscrollen und hat keine Übersicht.

Fazit: Ich finde die Dual IR3A gut!
Sie tut das, was ich möchte, sieht gut aus und ist solide verarbeitet. Unterschied zum ziemlich baugleichen DigitRadio 110IR von Technisat: Es gibt kein Multiroom-Streaming.