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1. Schritt: OwnCloud Server einrichten

Meine Firma hat ihre Internet-Präsenz bei [all-inkl.com]. Da hat unser freundlicher Senior-Webmaster Owncloud mit einem äußerst großzügigen Speichervolumen für alle zur Verfügung gestellt. So hatte ich schon einen kleinen Vorgeschmack auf den Umgang mit diesem Programm, allerdings nur als „externer Festplatte“, aber immerhin. Kalender und Adressbuch stellt Owncloud im Webdav-Verfahren bereit. Allerdings können Thunderbird/Lightning nur mit der Zusatzapp SOGO-Connector auf das Adressbuch zugreifen. (P.S. 24.04.2019: Nicht mehr nötig.)

Owncloud „einfach“ in meinem [Strato-Webhostingpaket] einrichten? Strato hat u.a. das CMS WordPress im Programm, mit dem ich diesen Blog betreibe. Owncloud jedoch nicht, denn mit dem HiDrive geht Strato etwas andere Wege, und es kostet zusätzlich. Aber mit Php und Mysql sind die Voraussetzungen da, mit denen Owncloud eingerichtet werden könnte.

Und es geht, und zwar mit Hilfe [dieser Anleitung]. Sie erfordert einige kleine Änderungen in den Installationsdateien, die ich ganz gut bewältigen konnte. Es ist darauf zu achten, dass man die setup-owncloud.php in den Stammordner, das umbenannte zip-Paket jedoch schon in den Zielordner kopiert. Ich habe als Zielordner den Namen „owncloud“ belassen. Das in der Anleitung erwähnte Error-500-Problem gab es bei mir nicht, das genannte „auskommentieren“ (was ist das?) war nicht nötig. Der Owncloud-Server hat sich anstandslos und recht flott korrekt installiert.

Das Upload-Problem hingegen bestand auch bei mir, sodass ich den Änderungsvorschlag lt. Anleitung vorgenommen habe, und dann klappte alles.

Nicht hinbekommen habe ich den SSL-Workaround. Möglicherweise ist der Weg über ssl-id.de bei Strato (jetzt Juli 2014) nicht mehr gangbar. Man kann aber gegen entspr. Mehrkosten ein Sicherheitszertifikat abonnieren.

In den Owncloud-Foren wird darauf hingewiesen, dass ein Owncloud-Server in den normalen Webhostingpaketen von Strato keine Geschwindigkeitsrekorde hinlegt. Das kommt mir auch so vor. Zwischendurch habe ich mein Netbook mal vom WLAN abgestöpselt und ans LAN angeschlossen, aber ein Flaschenhals scheint bei mir nicht vorhanden zu sein, kein Unterschied. Für einen normalen Synchronisationsbetrieb und den einen oder anderen Upload in die Cloud reicht der Durchsatz aber anscheinend aus. Für exzessiven Gebrauch der Privatcloud für dicke Fotoalben oder große Videotheken würde ich immer das HiDrive o.ä. Angebote nehmen, um kleinen Problemen zu entgehen, die sich in den nächsten Schritten noch gezeigt haben. Da geht es erstmal um die Einrichtung des Owncloud-Clients auf dem häuslichen Netbook.