blue edition

Windows adé!

Nachdem das Win-10-Upgrade wegen angeblichem Speicherplatzmangel fehlgeschlagen ist, und ich die Schnüffelpraxis von MS, Google u.v.a. sowieso mittlerweile für kriminell halte, habe ich heute Windows verabschiedet und mein Acer Netbook Aspire One 756 ganz neu mit Linux Mint 17.2 Mate aufgesetzt.

Die Installation mit einem USB-Stick via Unetbootin blieb leider beim booten stecken. Daher die gute alte DVD mit einem ISO-Image gebrannt, und damit klappte es!

Die Partition meiner Samsung-SSD 830 128 GB ging problemlos mit der Option „Andere“ vonstatten, und zwar mit diesem Schema:
sda1 primär mit 18 GB für das System, sda5 mit 103 GB für /home und Swap mit 8192 GB (entspr. dem Arbeitsspeicher). Alles mit ext4.
Ich habe allerdings die meisten Dateien auf einer externen Intenso 1 TB, deren meist benutzte Ordner ich auf dem „Schreibtisch“ per Icon verknüpfe.

Gesichert habe ich vorher:

  • Die alte Datenpartition von Win 8.1 inkl. dem „Portables“-Ordner für die Wine-Anwendungen (Irfan-View!),
  • /home der bisherigen kleinen LM-Partition,
  • die Programmliste mit dem „Datensicherungswerkzeug“, was problemloses Wiederaufspielen der nachgeladenen Programmpakete ermöglicht,
  • den Thunderbird-Profilordner (zu finden unter /home/.thunderbird/profile, im Menü unter „Ansicht/verborgene Dateien anzeigen“ lassen), auch hier rasches Wiederherstellen der Mailboxen, Kalender, Kontakte,
  • die Lesezeichen des Firefox mit der Lesezeichen-Verwaltung,
  • die Einstellungen von Speeddial,
  • meine eigenen Backgrounds in usr/share/backgrounds,
  • meine eigenen Kalendericons in usr/share/pixmaps/evolution-data-server.

Die alte Win-Datenpartition habe ich dann in /home integriert. Wieder deinstalliert habe ich Libre-Office. Stattdessen nutze ich Softmaker-Office, weil das auch unter Android läuft. Dann noch etwas Feintuning, Outfit usw., die Lieblingsprogramme in die Mate-Leiste gepackt, mein Multimediakeyboard schön angepasst („Steuerzentrale/Tastenkombinationen“) und damit ist auch schon fast alles gelaufen. Kleinigkeiten werden nach und nach angepasst, so wie sie sich zeigen.

Mein geliebtes Irfan-View läuft unter Wine, und auch andere Programme in ihrer portablen Version gehen damit ohne Windows prima. Allerdings nutze ich für viele Vorgänge mit Fotos inzwischen auch gThumb, so ist z.B. das Beschneiden von Bildern besser gelöst.

Nun ist also alles neu aufgeräumt, und Linux Mint 17.2 Mate läuft von der SSD richtig schön flott.
Startdauer: bis zum Anmeldebildschirm 20 Sek., dann bis zur Bereitschaft noch 12 Sek. Herunterfahren dauert 8 Sek.
Und der Speicherkartenslot funktioniert plötzlich auch ohne Eingriff in die Konfigurationsdateien.

Manuell musste ich noch meinen Multifunktionsscanner [Minolta 1690MF einbinden].