blue edition

Drucker down

Foto: testberichte.de

Das Aldi-Nord-Schnäppchen [Konica-Minolta Magicolor 1690MF] (Bj. 2009) hat viele Jahre auf Haushaltslevel gute Dienste getan. Nun ist im Frühjahr 2020 das eingetreten, was im Office-Dauerbetrieb schon viel eher bemängelt wurde: Die Papiereinzugsmechanik mit ihren Plasticzahnrädern ist „auf“. Das unerträgliche Geräusch und die Fehlermeldung sind eindeutig. Drucken könnte er noch, die Stromzufuhr zur Einzugsklappe könnte man unterbrechen, von einer Reparatur raten div. Computerwerkstätten in meiner Stadt aus Kostengründen ab… So ist das mit den modernen modularen Geräten! Was ist nun zu tun mit den Relikten dieser Druckergeneration? Ich habe noch keine Idee. Elektroschrott?

Foto: testberichte.de

Der Nachfolger ist ein [HP Color LaserJet MFP Pro M-283fdw] von der [Böttcher-AG], die das günstigste Angebot hatte und wo wir auch sonst ganz gerne einkaufen. Eigentlich mag ich HP-Drucker nicht, weil sie ein großes Konglommerat von Zusatzprogrämmchen installiert haben wollen. So war es bei den Windows-Laptops im Hause auch. Sogar eine eigene HP-Cloud gibt es, über die der Drucker im Netzwerk von extern aus angesprochen werden kann. Naja…

Youtuber loben die „ausgesprochen gute Integration“ der HP-Drucker unter Linux. Für mich war es ein Abenteuer, weil das in der Anwendungsverwaltung von LMM 19.3 angebotene hplip-Treiberpaket für den 283-er überholt ist. Darauf muss man erstmal kommen, wenn sich die Scanfunktion permanent weigert! Aber die Freunde von den Linuxmint-Users haben mir [gute Tipps] gegeben. Der Hinweis auf die [HP-Linux-Supportseite] war dann die Lösung.

Aber dennoch ein Abenteuer, denn man muss mit dem Terminal umgehen können und die Installation Schritt für Schritt eintippen und sich von evtl. auftretenden Fehlermeldungen nicht beirren lassen. Und alles auf Englisch, wie in der Computerwelt selbstverständlich (naja, das ist noch das kleinste Problem). So dauerte das Ganze wie einst bei Windows einen glatten halben Tag. Das bin ich bei Linux eigentlich nicht mehr gewohnt!

Aber die Installation des passenden hplips lief dann letztendlich bei meinem Büronetti Acer Aspire One 756 sogar inkl. des Setups und der Zusatz-Scan-App in einem durch – nur mein Sofanetti Trekstor Primebook C13 verweigerte die Scanfunktion wieder standhaft! Immerhin waren Drucker, Faxer und die hplip-Gui (das Fensterprogramm muss extra per Klick installiert werden) schonmal da und aktivierbar. Ich habe es dann aufgegeben, den Fehlermeldungen auf den Grund zu gehen.

Foto: regardnews.com

Die Lösung ergab sich dann nach einigen Tagen von selbst mit dem [Update des Primebook C13 auf Linux Mint 20 Mate]. Hier ist hplip in der Anwendungsverwaltung einigermaßen aktuell (Ver. 3.20.3) und auch bequem installierbar, ohne dass man in die Abläufe eingreifen muss. Und siehe da: Auch die Scanfunktionsapp ließ sich von der Gui aus runterladen und installieren!

So hat das Abenteuer Computertechnik wieder einmal ein gutes Ende gefunden. Der HP-Laserdrucker ist etwas kleiner als sein Konica-Minolta-Vorgänger und vor allem viel leiser. Die Verbrauchsdaten sind nicht sonderlich günstig. Die Standby-Funktion ist zweistufig, was ich gut finde. Über die Win-Apps bzw. die Linux-Gui lassen sich viele Feinheiten einstellen, z.B. pixelgenau ein evtl. Druckbild-Versatz auf einer Seite. Die Color-Druckqualität ist sichtbar besser. Auch die Netzeinbindung via FritzBox ging automatisch. Beim Vorgänger musste ein seperat herunterzuladendes Progrämmchen erstmal anzeigen, mit welcher IP-Adresse das Gerät gedenkt zu arbeiten. Dafür konnte der Scanner damit durch eine simple Eingabe in die Systemdateien zum Leben erweckt werden.

 

1 thought on “Drucker down

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: