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Online-Speicher im Dateimanager

Mit Apps können Dropbox und Owncloud synchronisierende parallele Ordner auf der Festplatte anlegen, aus denen heraus mit Programmen gearbeitet werden kann. Man kann sogar Dropbox und Google-Drive mit der Owncloud verlinken. Leider ist es beim Google-Drive nicht ohne weiteres möglich, einen Sync-Ordner anzulegen. Google-Drive bietet immerhin 15 GB Speicherplatz und ist gegenüber der kostenlosen Dropbox und dem One-Drive von Microsoft mit jeweils 2 GB interessanter.

Bei den Freunden von der [Linux-Bibel Österreich] habe ich eine Anleitung gefunden, mit denen sich online-Speicher und eben auch Google-Drive ziemlich einfach in den Dateimanager einbinden lässt:

  1. Mit der Anwendungsverwaltung von Linux Mint „kaccounts-integration“ installieren und prüfen, ob „kaccounts-providers“ gleich mit installiert wurde.
  2. Dann „gnome-control-center“ installieren und prüfen, ob „gnome-online-accounts“ auch installiert ist.
  3. Weil das Gnome-Center nicht im Startmenü auftaucht (Mint hat eine eigene Steuerzentrale), mit dem Terminal
    gnome-control-center öffnen.
  4. In der Menüliste links auf „online-Speicher“ klicken und dann auf „Nextcloud“, womit sich auch Owncloud einbinden lässt. Es sind nur drei Einträge nötig:
    Serveradresse, Benutzername, Passwort (jeweils für Owncloud). Das war’s schon!

Ähnlich läuft es mit anderen online-Speichern, z.B. beim Google-Drive. Hier wird zum Google-Anmeldebildschirm weitergeleitet und eine Genehmigung für den Gnome-Zugriff aufs Googlekonto angefordert.

Die Speicher tauchen dann (jedenfalls bei mir) im Caja-Dateimanager unter „Geräte“ mit ihren Anmelde-eMailadressen auf. Linux Mint bindet sie über /run/user/1000/gvfs/… ein, wo auch ftp-Verlinkungen aufbewahrt werden. Sie werden mit dem 1. Mausklick eingehängt.

Aber Achtung: Es sind Direktzugriffe, mit Webdav bzw. Google-interner Einbindung, d.h. man kann runterladen, hochladen, speichern und löschen, auch umbenennen. Ein Öffnen, Bearbeiten mit einem Programm und direktes Zurückspeichern ist nicht möglich! Man muss also eine Datei erst runterladen, dann lokal bearbeiten, lokal speichern und wieder hochladen (darum legen die meisten Online-Speicher Sync-Ordner auf der Festplatte an).

Bei diesem System verzichte ich auf die Sync-Anwendung von Owncloud.

Spannend finde ich noch den Zugriff auf die Owncloud durch Einrichtung des online-Speichers in der Fritzbox. Sie legt auf der angeschlossenen Festplatte einen „Zwischenspreicher“-Ordner an, der allerdings äußerst schwerfällig reagiert (wie die Indizierung des NAS generell…!) und zumindest bei mir nicht den gesamten Dateibestand der Owncloud liefert bzw. anzeigt. Als Syncordner-Ersatz zum Arbeiten ist er anscheinend nicht geeignet, auch wenn er sich in Caja einbinden lässt (Netzwerk via smb). Owncloud schließt die Ordnerverlinkung mit smb vorsichtshalber aus.

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