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Mi Band 5: Fitness? Jetzt läufts!

Ich hatte erwartet, dass wenigstens die Synchronisierung zweier Geräte desselben Herstellers funktionieren würde.

Es gab inzwischen zwei Updates: MiFit 4.0.7/2.7.03 und Miband5 V1.0.2.24, die anscheinend mit MIUI 12 besser zurechtkommen. Daher nehme ich meine anfängliche Kritik an den Phantasiewerten zurück. Die Kommunikation und Synchronisierung zwischen Band und App läuft jetzt rund!

Strecken werden korrekt getrackt. Dafür reicht es, entweder das Band mit dem GPS der App zu koppeln (wird automatisch beim Starten auf dem Band angezeigt), oder die Sportart auf der App zu Starten (ohne Band, das zählt dann nur die Schritte wie sonst auch). Etwas vergraben sowohl auf dem Band (Zahnrad oben bei der Sportart /Auto-Pause), als auch in der App (Training/Sportart/oben rechts in der Ecke der Map das Zahnrad/Automatisch pausieren) ist die Option für Wartezeiten an Ampeln, Schautafeln u.ä.. Ich habe sie beim Gehen ausgeschaltet, aber das Band pausiert doch. Das scheint aber recht korrekt zu funktionieren, denn beim Weiterwandern läufts wieder. Auch wenn nur das Band trackt, wird beim Abschluss-Sync die Strecke in der App auf der Map korrekt angezeigt.

Auch die anderen Features werden jetzt gut erfasst. Ich habe die Herzfrequenz auf 10 Min. eingestellt, was auch fürs PAI reichen muss. Die Schlafüberwachung lasse ich deaktiviert, weil mir solche Daten zu unsicher sind. Außerdem schlafe ich ohne Band besser…  🙂 Die Überwachung der Herzfrequenz stelle ich vorher ab, und morgens wieder an.

Es lohnt sich, alle Einstellungen in der App und auf dem Band mal nacheinander in Ruhe durchzuchecken, um sich einen Überblick zu verschaffen (wie man das ja sonst bei neuen Geräten und Apps auch tut!) Dabei auf die Symbole achten (Zahnräder), bzw. die Schlagwörter (Einstellungen, Ansicht usw).

MiFit ist eine schöne und brauchbare App.

Was kann man also mit dem Mi Band 5 sonst noch anstellen?
Es ist erstmal eine stinknormale, schöne schmale und gut verarbeitete Armbanduhr mit Wecker, Timer usw. Was funktioniert, ist die Signalisierung von Anrufen und Nachrichten, deren Headlines sogar angezeigt werden. Vom Smartphone wird die Wetteranzeige übernommen. Der Pulsmesser funktioniert auch ganz gut. Aber man muss bei diesem Feature natürlich betonen, dass die Daten hier nicht mit medizinisch korrektem Anspruch erfasst werden. Schritte werden auch gezählt, aber weil die Schrittlänge nicht einstellbar ist, handelt es sich bestenfalls um Annäherungswerte. Die sehr einfachen Musikplayerfunktionen verlangen zuvor die Aktivierung des Players im Smartphone, dann kann zwischen den Titeln vor- und zurückgesprungen werden. Auch ein Kameraauslöser kann aktiviert werden, was aber nur Sinn macht, wenn man das Smartphone nicht in Händen hält – also wenig Vorteile bietet. Positiv ist die Akkulaufzeit von mehreren Tagen, und die ausgesprochen gute deutsche Übersetzung von Band und App!

Ein geekiges Watchface aus dem Netz. Man guckt ja meistens schräg aufs Armband…

Fazit:
MiFit und Miband differenzieren und schlüsseln Erkenntnisse über einen selbst auf und liefern Trends. Die Vorschläge, die MiFit auch in Synchronisation mit der Mi-Waage (Composition Base 2) macht, wusste ich allerdings auch schon vorher: Leichtes Übergewicht, daher ausgewogen ernähren und viel mehr Bewegung! Dabei kann das Miband helfen, und die grafischen Darstellungen sind schön anzusehen. Also ein „virtuelles Schulterklopfen“ und mehr Motivation, sein Leben nicht frühzeitig mit den üblichen Zivilisationskrankheiten Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes zu beenden.

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