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Linux Mint 20 Mate

Um meinen Datenbestand unabhängig von System-Aktualisierungen zu halten, habe ich immer eine System- und eine Datenpartition (nicht identisch mit dem /home-Ordner, denn der beherbergt ja auch Systemeinstellungen speziell des Users, die auch bei einer seperaten /home-Partition überschrieben würden (alle Ordner, die mit einem Punkt beginnen, im Dateibrowser sichtbar nach Drücken der Tasten Strg+h).

Zu den Vorarbeiten gehört also ein Backup der Ordner .mozilla und .thunderbird. Besonders letzteres sichert alle Mails und Termine! Bei Mozilla die Personalisierungen (Add-Ons, Lesezeichen, Passwörter). Auch der Softmaker-Ordner wird gesichert, sowie .wine und sonstige persönliche Sachen. Nach erfolgter System-Aktualisierung wird alles einfach wieder nach /home zurückkopiert (Firefox und Thunderbird unbedingt erst danach das erste Mal wieder anklicken, sonst legen sie neue, quasi leere Benutzer- und Optionsordner an!).

Das Installieren des Live-Systems der neuen Mint-Version erfolgt mit der Option „etwas anderes“ auf die Linux-Systempartition der SSD. Ich habe deren Formatierung diesmal nicht angemarkert, was mir einige Einstellungen von Apps erspart hat, die ich so nur neu aufsetzen musste, weil das neue Mint 20 den Altbestand lediglich überschrieben hat. Die Neuinstallation läuft im Linux-bewährten Tempo durch.

Nacharbeiten:
Auch für Linux Mint 20 Mate muss der Silead-Treiber für das Touchpad eines Convertibles wie dem Trekstor Primebook C13 nachinstalliert werden. Dazu mit Admin-Rechten unter /lib/firmware einen neuen Ordner „silead“ anlegen, den Treiber [von hier downloaden] und in den Ordner kopieren (Neustart).

Außerdem führe ich einige Tipps aus dem lesenswerten [„Easy Linux Tips Project“] aus.  Besonders gut finde ich die Deinstallation aller asiatischen Schriften auf einen Rutsch, die Schreibschonung für SSDs und entspr. Firefox-Modifikationen (letztere hatte ich schon bei LMM 19.3 angewendet und werden mit meinem Backup übernommen).

Ich nutze statt Libre Office das Systemübergreifende [Softmaker Office], das es auch für Android (-Smartphones) gibt. Also mache ich in der Anwendungsverwaltung eine kleine Löschorgie aller Office-, Thesaurus- und Hilfe-Dateien. Später wird das durch Softmaker (.deb-Paket) ersetzt, das die beste Kompatibilität zu Microsoft-Office besitzt und unter dem Label [Free Office] auch eine nur geringfügig abgespeckte, aber dafür kostenlose Version anbietet. Für beide Versionen gibt es unter „Download/Tipps und Tricks“ ein kleines Template-Skript, welches das Office-Programm in die Aktualisierungsverwaltung aufnimmt.

Was ich noch nicht herausbekommen habe ist die Einbindung ins Windows-Netzwerk. Mit smb streikt LMM 20 erstmal. Mein Fritz-Nas muss ich daher mit ftp ansprechen, was aber anscheinend flotter klappt als mit smb. In der FritzBox muss die Nas-Platte entspr. freigegeben sein.

Hier ist die Lösung: In /etc/samba muss die smb.config unter „Workgroup“die für die FritzBox nötigen alten smb-Protokolle enthalten. Der Eintrag sieht so aus:
workgroup = #Name Deiner Workgroup#
client min protocol = NT1
client max protocol = SMB3
server min protocol = NT1
server max protocol = SMB3
usershare owner only = false
ntlm auth = ntlmv1-permitted

Auch der HP-Drucker möchte eine besondere Installation haben. Darüber [hier mehr].

 

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