blue edition

Linux Mint 20.1 Mate

Für ein zusätzliches Betriebssystem, das dann die Hauptarbeit übernehmen soll, erstellt man am besten eine eigene Partition. Der mit Balena Etcher aus einer ISO-Datei gezogene, bootfähige USB-Stick mit dem Linux Mint-Livesystem bietet das Partitionierungstool „gparted“. Also wird damit die Windows-Abteilung verkleinert (knappe 32 GB reichen) und eine ebenso kleine neue Partition für LMM 20.1 erstellt. Der Rest soll eine seperate Datenpartition werden, auf die sowohl von Linux Mint als auch von Windows aus zugegriffen werden kann. Daher wird sie mit exFat formatiert, das beide Systeme lesen können. Und für eine evtl. Android-Spielerei gibts noch 16 GB extra.

Das alles ist bei einer Gesamtgröße von 128 GB auf der Samsung-NVMe etwas knapp, wird aber reichen, weil weitere Daten auf die Micro-SDXC ausgelagert werden, z.B. der komplette Owncloud-Ordner, mit dem viel gearbeitet wird. Die kleinen Speicherkarten gibt es ja auch schon in brauchbaren Speicherkapazitäten (hier 200 GB).

Wegen des kleinen Partitionsbereichs für das neue Betriebssystem wird der home-Ordner kaum benutzt, sondern quasi auf die Datenpartition ausgelagert. Das geht mit Ordnerverknüpfungen (für Dokumente, Bilder, Downloads usw.) gut. Bei Windows kann man die User-Zugriffe direkt umleiten, ohne Verknüpfungen. Man könnte auch die komplette /home-Abteilung in eine seperate Partition verschieben, was ich früher auch schonmal gemacht habe. Da Linux am liebsten mit ext4-Formatierungen arbeitet, ist das für Windows indiskutabel (jedenfalls zur Zeit noch). Zwar kann Linux auch von NTFS-lesen, aber ein wechselseitiges Arbeiten und Speichern kommt sich mit beiden Systemen in die Quere, da unterschiedliche Datei-Flags angelegt werden. Darum ist eine reine Daten-Partition in exFat (wie bei Speicherkarten auch) vorteilhafter. Im /home-Ordner werden ja nicht nur Daten, sondern auch Programmkomponenten abgelegt. Da ist es besser, ihn als Linux-Teil zu belassen.

Für LMM 20.1 werden die [Easy Linux Tipps] beherzigt, die besonders für die SSD-Schonung einige Systemkorrekturen vorschlägt. Und auch in dieser Stelle werbe ich selbstverständlich gerne für die Betriebssystem-Community
in der man viele Fragen beantwortet bekommt und bei der es sich sehr lohnt, Mitglied zu sein!

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