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Linux Mint statt Windows!

Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 8. Juni 2014, 21:54
von Motetus
Der Medion Akoya E1210 in 2. Auflage einer Aldi-Aktion aus dem Herbst 2008 war mein „Dauerläufer“, der die Touren zwischen Business und Home mehrere Jahre lang klaglos bewältigt hat. Ich wollte ein Netbook, auf dem man ein DIN A4-Blatt in originaler Breite sehen kann und das eine Tastatur in halbwegs normaler Tastengröße hat. Da kam das Angebot für unter 400 € gerade recht, und die Testberichte holten den kleinen Medion (baugleich mit dem MSI Wind U100) rasch an die Spitze der Bestenlisten.

E1210.gif

Er hat einen Intel Atom-N270 mit 1,6 GHz, wurde von mir auf 2 GB DDR2-667 Arbeitsspeicher aufgerüstet und hat die größere Festplatte mit 160 GB. Der 10"-Bildschirm (1024x600) ist matt und wird von einem Intel 945GME-Grafikchip angetrieben. Es gibt einen VGA-Anschluss, eine LAN-Buchse, 3xUSB 2.0, Kopfhörer- und Lautsprecherbuchsen und einen SD-Kartenslot. WLAN funkt mit 300 MBit, Bluetooth fehlt leider. Die Webcam (VGA) habe ich kaum benutzt.

Als er noch meinem Broterwerb diente, hatte ich ihm einen dicken 6-Zellen-Akku verpasst, der ihn hinten tüchtig emporgehoben hat, dafür aber auch 7-8 Std. durchhielt. Im Urlaub oder jetzt als Sofalaptop reicht der flache Akku, der aber nur 2 Std. liefert und ihn schön schlank und flach bleiben lässt mit seinen 1,14 kg Gewicht.

Mit Windows XP Home wurden alle beruflichen Standards erfüllt, und die großen Desktop-PCs im Büro und zu Hause wurden immer seltener angeworfen... Ein Switch machte dann den großen Monitor, das Keyboard und die Maus auch für den kleinen Liebling dienstbar (sehr praktisch). Diese Hardware-Dreierkombination nutze ich immer noch, auch am Nachfolge-Netbook.

Eine praktische Dicota-Tasche mit vielen Einzelfächern komplettiert das mobile Büro für alle Dinge, die man da so braucht. Fast 5 Jahre lang waren wir ein starkes Gespann. Mein Medion E1012 hat keine Probleme gehabt oder gemacht!

Warum dann überhaupt ein neues Netbook?

Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 8. Juni 2014, 22:11
von Motetus
Nach 5 Jahren eine eigentlich nicht sehr heikle Frage, aber: Never change a running system...
Links oben am Cover hatte sich ein ganz kleiner Haarriss gebildet, der aber mit einem kleinen Aufkleber problemlos abgedeckt werden konnte und sich bis jetzt auch nicht vergrößert hat.

Aber es kam das Ende des Win XP-Supports in Sicht, und der Atom N270-Prozessor würde mit Win 8 nicht laufen (jedenfalls lt. Update-Advisor von Microsoft nicht).

Also wollte ich auf ein ähnliches Netbook umsteigen, und die Wahl fiel 2013 auf das [Acer Aspire One 756], das auch für unter 400 € angeboten wurde, technisch aber selbstverständlich up to date war.

Mein Medion E1012 verabschiedete sich in einen 2-jährigen Dornröschenschlaf...

2nd Life für ehem. Win-XP-Computer!

Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 9. Juni 2014, 14:15
von Motetus
Motetus hat geschrieben:...Mein Medion E1012 verabschiedete sich in einen 2-jährigen Dornröschenschlaf...

Auf meinem alten Desktop-PC hatte ich neben Win XP schon früher mal Ubuntu installiert und ein bisschen ausprobiert. Ich bin zwar nicht so in die Niederungen des Betriebssystems eingestiegen wie seit MS-DOS-Zeiten, aber ich finde es nach etwas Umgewöhnung durchaus praktisch.

Durch das (regelmäßige) Lesen der [c't] wurde ich aber auf Linux Mint aufmerksam! Das wäre doch eine sinnvolle Alternative zu Win XP, die auch älteren Geräten zu einem zweiten Frühling verhelfen könnte.
Gesagt, getan, und Linux Mint 13 mit Cinnamon-Oberfläche auf mein "altes" Schätzchen Medion Akoya E1210 installiert, und siehe da: Der Installationsprozess verlief ohne Probleme, alle Hardware-Komponenten wurden tadellos erkannt!

Damit avancierte mein Medion E1012 zum Sofacomputer, und ich brauche mir kein Tablet zu kaufen.
:bgr:

Für Win-XP-Umsteiger: Linux Mint

Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 10. Juni 2014, 15:46
von Motetus
Linux Mint basiert zwar auf Ubuntu, es kann aber mit eigenen Desktopoberflächen installiert werden, die von ehem. Win-Usern weniger Umgewöhnung erfordern. Mein erstes Linux-Mint auf meinem alten Win-XP-Schätzchen war die „Long-Time-Service“ (LTS)-Version 13 mit der Oberfläche Cinnamon. Sie hat das – weniger von mir, aber – von vielen Win-lern so geliebte und auch bei 8.1 vermisste Startmenü! Das macht den Umstieg sehr attraktiv.

Und hier das entsprechende Internet-Forum:
Bild

und nun Linux Mint 17 Mate!

Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 16. Juni 2014, 20:11
von Motetus
Inzwischen ist die nächste Long-Term-Service-Version von Linux Mint mit der Nr. 17 erschienen, die bis 2019 supported wird. Für meinen kleinen Intel Atom N270 scheint mir der Mate-Desktop günstiger zu sein, da er nicht so viele grafische Spielereien wie Cinnamon enthält, aber ähnlich einfach zu bedienen ist.

Übrigens finde ich es praktisch, das Netbook nicht immer ganz runterzufahren, sondern in den Ruhezustand zu verabschieden. Dann ist das Aufwecken mit 35 Sek. wesentlich kürzer als ein Neustart!

Bisher: :top:

jetzt noch Softmaker Office statt LibreOffice

Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 16. Juni 2014, 20:18
von Motetus
Der Datenaustausch mit der Microsoft-Welt ist mit LibreOffice nicht so ganz zufriedenstellend.
Softmaker hat die besseren Filter, und es gibt auch eine Office-Version für Android (Win sowieso, Mac allerdings noch nicht).
Neben den Free-Versionen sind die Pro-Versionen im Vergleich zu Microsoft-Office recht günstig, und es gibt auch Multi-System-Angebotspakete.
Softmaker hat außerdem den Duden-Korrektor, der von anderen Textverarbeitungen nicht mehr implementiert werden darf.
Von Softmaker gibt es auch einen [kostenlosen Dateireader], der alle gängigen Textverarbeitungen liest und nicht nur Einzelfabrikate anzeigt.

Tastaturlayout und Funktionstastenbelegung

Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 18. Juni 2014, 18:50
von Motetus
Unter Linux hat man nicht nur die üblichen 2 Tastaturebenen und einige wenige Sonderzeichen auf der 3. Ebene, sondern 4 Ebenen, die voll mit Sonderzeichen belegt sind, die besonders für polnisch, dänisch, isländisch und spanisch interessant sind, aber auch einige grafische Zeichen bietet.

Die Ebene 3 erreicht man mit Drücken und Halten der Taste AltGr, die Ebene 4 mit Drücken und Halten von Shift+AltGr. So sieht das Tastaturlayout dann aus:

Bild

Hier nochmal bissel übersichtlicher:

Bild

Die Akzenttasten sind „tote“ Tasten: Man bekommt sie, indem man erst die Taste und dann den dazugehörigen Buchstaben tippt. (Darum sind z.B. das Zeichen für Grad und das kleine obere o für Dänisch nicht dasselbe!) Die deutschen Anführungszeichen sind beim v und b untergebracht. (Das griech. „mü“ auf der m-Taste konnte mein Programm komischerweise nicht abbilden, ist aber vorhanden.) Diese Tastaturbelegungen funktionien in einfachen Editoren genauso wie unter Softmaker (und wohl auch LibreOffice).

Bei Linux sind nur wenige der Funktionstasten belegt (einige Anwendungen haben eigene, z.B. Firefox).
Im Mate-Desktop kann man unter Menu/Einstellungen/Tastenkombinationen die Belegungen anzeigen lassen, ändern oder neue hinzufügen. Das wirkt auch auf die freien Funktionstasten! Bei Ubuntu gibt es eine ähnliche Einstellmöglichkeit. So lassen sich Schnelltasten für Browser, eMail-Programm usw. belegen.

Das Abenteuer Owncloud

Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 6. Juli 2014, 16:47
von Motetus
Ob ich mich mittelfristig ganz von Windows trenne hängt davon ab, wie ein Smartphone-Sync des Kalenders und der Kontakte mit meinem Netbook vonstatten geht. Bisher habe ich mit Birdie-Sync direkt zwischen den Geräten via WLAN synchronisiert. Das kostet zwar ca. 20 EUR, aber die einmalige Investition lohnt sich sehr. Thunderbird/Lightning auf meinem PC/Netbook und Android 4.2 auf meinemHuawei Y300 waren ein effektives Paar.

Unter Linux schien das fast unüberwindlich, und wenn, dann derart umständlich, dass für einen Linux-Laien kein praktikabler Weg vorhanden ist. Es gibt keine Android-App, die auf Thunderbird/Lightning zugreifen kann. Diese Frage wurde im Netz bereits mehr als 1001 Mal gestellt.

Aber es geht doch, und zwar mit der Einrichtung einer eigenen Owncloud, die als Kalender- und Adressen-Server dient. Bei mir, wie gesagt, Betriebssystem-Laien, hat das inkl. all einige Feierabende gebraucht, aber das Endergebnis ist durchaus zufriedenstellend. Alles ist gut, mein Kalender und meine Kontakte werden mit meinem Smartphone synchronisiert, und das sogar ohne Birdie-Sync (was ohne Windows ja eh kein Ding mehr ist). Schneller kommt man zum Ziel, wenn man Kalender und Adressen sowieso bei (s)einem externen Server hostet, aber Google u.a. will ich nicht. Also die eigene Privat-Cloud! Ob das auch auf einer an die Fritzbox angeschlossenen Festplatte über „my fritz“ funktioniert, habe ich nicht ausprobiert. Ich meine als klassischer Server lasst sie sich nicht so betreiben.

In den folgenden Blogs werde ich die einzelnen Schritte beschreiben, die ich gegangen bin. Viel Erfolg beim Nachmachen!

1. Schritt: OwnCloud Server einrichten

Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 6. Juli 2014, 22:21
von Motetus
Meine Firma hat ihre Internet-Präsenz bei [all-inkl.com]. Da hat unser freundlicher Senior-Webmaster Owncloud mit einem äußerst großzügigen Speichervolumen für alle zur Verfügung gestellt. So hatte ich schon einen kleinen Vorgeschmack auf den Umgang mit diesem Programm, allerdings nur als „externer Festplatte“, aber immerhin. Kalender und Adressbuch stellt Owncloud im Webdav-Verfahren bereit. Allerdings können Thunderbird/Lightning nur mit der Zusatzapp SOGO-Connector auf das Adressbuch zugreifen.

Owncloud „einfach“ in meinem [Strato-Webhostingpaket] einrichten? Strato hat u.a. die Foren-Software PhbBB3 im Programm, mit der ich diesen Blog betreibe. Owncloud jedoch nicht, denn mit dem HiDrive geht Strato etwas andere Wege, und es kostet zusätzlich. Aber mit Php und Mysql sind die Voraussetzungen da, mit denen Owncloud eingerichtet werden könnte.

Und es geht, und zwar mit Hilfe [dieser Anleitung]. Sie erfordert einige kleine Änderungen in den Installationsdateien, die ich [mittels Texteditor] ganz gut bewältigen konnte. Es ist darauf zu achten, dass man die setup-owncloud.php in den Stammordner, das umbenannte zip-Paket jedoch schon in den Zielordner kopiert. Ich habe als Zielordner den Namen „owncloud“ belassen. Das in der Anleitung erwähnte Error-500-Problem gab es bei mir nicht, das genannte „auskommentieren“ (was ist das?) war nicht nötig. Der Owncloud-Server hat sich anstandslos und recht flott korrekt installiert.

Das Upload-Problem hingegen bestand auch bei mir, sodass ich den Änderungsvorschlag lt. Anleitung vorgenommen habe, und dann klappte alles.

Nicht hinbekommen habe ich den SSL-Workaround. Möglicherweise ist der Weg über ssl-id.de bei Strato (jetzt Juli 2014) nicht mehr gangbar. Man kann aber gegen entspr. Mehrkosten ein Sicherheitszertifikat abonnieren.

In den Owncloud-Foren wird darauf hingewiesen, dass ein Owncloud-Server in den normalen Webhostingpaketen von Strato keine Geschwindigkeitsrekorde hinlegt. Das kommt mir auch so vor. Zwischendurch habe ich mein Netbook mal vom WLAN abgestöpselt und ans LAN angeschlossen, aber ein Flaschenhals scheint bei mir nicht vorhanden zu sein, kein Unterschied. Für einen normalen Synchronisationsbetrieb und den einen oder anderen Upload in die Cloud reicht der Durchsatz aber anscheinend aus. Für exzessiven Gebrauch der Privatcloud für dicke Fotoalben oder große Videotheken würde ich immer das HiDrive o.ä. Angebote nehmen, um kleinen Problemen zu entgehen, die sich in den nächsten Schritten noch gezeigt haben. Da geht es erstmal um die Einrichtung des Owncloud-Clients auf dem häuslichen Netbook.

2. Schritt: OwnCloud Client einrichten

Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 26. September 2014, 12:13
von Motetus
Der Vorteil von OwnCloud und ähnlicher Software besteht darin, auf der lokalen Festplatte einen Ordner zu haben, der sich regelmäßig mit der OwnCloud auf dem externen Server syncronisiert. Das können auch mehrere Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen sein. Auch für Smartphones gibt es entspr. Apps. Und Gruppen können auf gemeinsame Dateien zugreifen und so immer aktuell halten.

Dazu ist die Installation eines OwnCloud-Clientprogramms erforderlich, das man [hier herunterladen] kann oder unter Linux über die Anwendungsverwaltungen bzw. Synaptics-Paketmanager. Nicht alle Clients arbeiten mit jeder Server-Version zusammen. Also auf Kompatibilität achten. Die Einrichtung erfolgt dann automatisch, je nach den Eigenarten des Betriebssystems. Das war's dann auch schon für diesen Bereich der OwnCloud. Aber es geht noch mehr!